Ferocactus fordii
Beschreibung:
Körper einfach oder manchmal verzweigt, niedergedrückt kugelig bis kurz zylindrisch, bis 50 cm hoch und 25 cm breit, mit einer abgeflachten oder sogar scheidenförmig eingezogenen Basis.
Rippen etwa 21, höckerig, bis 2 cm hoch. Areolen filzig, oval mit einer abgestutzten, sich oberhalb erweiternden blütentragenden Region.
Dornen rötlichbraun oder rotgrau; Mitteldornen 4, kreuzförmig angeordnet, geringelt, abgeflacht oder eckig, bis 5 cm lang und 3 mm breit, die 3 oberen gerade und aufsteigend, der untere abstehend und gebogen oder an der Spitze gehakt; Randdornen etwa 16-18, bis ca. 2 cm lang, die 2-4 oberen kräftiger, aufrecht und den mittleren ähnlich, meist 5 stärkere, pigmentierte untere und je 4 (zusammen 8) weißliche, borstenartige, seitliche; alle ziemlich ausstrahlend, manchmal ganz oben noch 1-2 zusätzliche borstenartige; kurze Drüsennektardornen, bis etwa 7 an der Zahl, werden gleich oberhalb des Dornenbündels gebildet.
Blüten erscheinen in der Kultur willig von Mai bis September, die meisten Blüten entwickeln sich Juli bis August und halten 5 bis 7 Tage, sie duften fein nach Cyclamen, pupurrosa oder lilafarbig, trichterförmig, etwa 3 bis 3,5 cm lang und 4 bis 6 cm im Durchmesser; äußere Perianthsegmente stumpf, rötlich braun mit lichter gefärbten gewimperten Rändern; innere Perianthsegmente etwa 32, spatelig bis fast eiförmig, etwas gestielt, 2-3 cm lang und 4-10 mm breit, etwas fransig oder gesägt und mehr oder weniger grannenspitzig, mit tief lila farbigem Mittelstreifen und heller lila farbigem Rand, die Mittelrippe ist nicht verdickt, der Blütengrund ist anfangs blass-weißlich oder grünlich mit einem dichten Kranz von Staminodialhaaren. Staubgefäße zahlreich, Staubfäden an der Spitze rot, an der Basis gelb, 1 cm lang, Staubbeutel orangegelb; Griffel rötlich, 2 cm lang, der 4 bis 5 mm lange Endteil in 9-15 gelbe Narbenäste geteilt.
Frucht reift nach 2-3 Monaten, sie ist oval, fast walzenförmig, dünnwandig, nicht saftig, ledrig trocken, 21-28 mm lang und 13-18 mm breit, grünlich, gelblichweiß oder altrosa, der obere Teil dunkler, mit Basalpore öffnend, diese 3-8 mm im Durchmesser: 20-37 karminrötliche Schuppen, diese 2-4 mm lang und 3-5 mm breit, herzförmig mit dicker, olivfarbiger Rippe und ca. 2 mm breitem, durchsichtigem und häutigem Rand, sie stehen in Spiralreihen von meist 3/5, 4/6 oder 5/8; Perianthrest 20-30 mm lang.
Samen groß, schwarz, matt, drallrund bis fast kugelig, doch manchmal auch etwas kantig, mit feinnetziger, flachgrubiger Skulptur, 2 bis 2,5 mm lang, nahezu 2 mm breit und 1,5 mm dick. In einer Frucht sind meist 40-80 Korn Samen.
Verbreitung: Mexico, Westküste der Baja California, von Rancho San Antonio del Mar, El Rosario und San Quintin bis in die Bahia de Sebastian de Viscaino und in der Desierto de Viscaino. Auf der Insel San Martin.
Kultur: Sehr kulturwürdige Art. Blüht schon ab einer Grösse von ca. 7 cm Durchmesser und einem Alter von etwa 7 Jahren. Lässt sich leicht aus Samen heranziehen. Stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflege.
Anmerkung: Von N.P. Taylor wurde im Oktober 2002 Ferocactus fordii ssp. borealis neu beschrieben. Der Name steht für den etwas kurzdornigeren und kleiner bleibenden nördlichen Formenkreis, der dunklere Blüten haben soll. Ob diese Population, wie angegeben, tatsächlich disjunkt ist, muss bezweifelt werden. Die Art ist von San Antonio del Mar, dem nördlichsten Standort, wo sie im Dornenbild noch sehr dem Ferocactus viridescens ähnelt, wahrscheinlich durchgehend bis zum südlichen Rand der Laguna de San Ignacio und vielleicht noch etwas weiter darüber hinaus nach Süden verbreitet. Sie wächst auch auf der Insel Natividad und bei Punta Abreojos. Im südlichen Verbreitungsgebiet wird sie oft besonders groß und fällt dann durch ihre langen, starren und grauen Dornen auf, die meist stark gehakt sind, während es im Norden auch Populationen mit geraden Mitteldornen gibt z. B. auf der Vulkaninsel San Martin.