Ferocactus hamatacanthus
Beschreibung:
Körper einfach, kugel- bis eiförmig, bis kegelförmig, oben gerundet, bis 60 cm hoch, grün bis bläulichgrün. Scheitel mäßig eingesenkt, mit gelblichem Wollfilz und von Dornen überragt. Rippen 13-17, gerade oder etwas schief, zusammengedrückt, stumpf, durch tiefe, scharfe Längsfurchen fast in Höcker zerlegt; bis 5 cm hoch. Areolen 6-7 mm im Durchmesser, zuerst kreisförmig, mit kurzer, schmaler Verlängerung über das Stachelbündel hinaus, später sehr vergrößert, elliptisch, bis 12 mm lang, mit gelbweißem, später vergrauendem Wollfilz, aus dem die kurz kegelförmigen, 2-4 mm langen, verlängerten Drüsen (Nektarien) hervortreten; diese sind anfangs weich, im Alter verhärten sie und werden stachelartig; Areolen 1-3 cm voneinander entfernt. Dornen, 8-12 Randdornen, horizontal oder mehr oder weniger aufrecht, abgeflacht oder die kleineren stielrund, der unterste der kürzeste, oft nur 1 cm lang, die seitlichen die längsten, bis 7 cm lang, diese manchmal etwas geringelt. Mitteldornen meist 4 im aufrechten Kreuz, die oberen gerade. schwach gekrümmt oder verbogen, wie die Randdornen pfriemlich, sehr spitz und stechend; nach oben spreizend: der unterste der längste, bis 16,5 cm lang, gekantet, angelhakig gekrümmt, gerade vorgestreckt oder nach oben gerichtet. Dornen im Neutrieb oft schön rubinrot, besonders am Grunde, oft auch gefleckt, später hornfarbig und schließlich vergrauend.
Blüten erscheinen in unserer Kultur von Mitte Juni bis Ende August, ab einem Pflanzenalter von ca. 12 Jahren: sie entstehen in den Areolen hinter den Nektarien und sind 5,5-7 cm lang und 7-9,5 cm im Durchmesser, trichterförmig, kanariergelb.
Frucht eine 3,5-5 cm lange und 2,5-3 cm breite, ellipsoidische, längliche, beschuppte, dünnhäutige, grüne bis gräulich braune bis dunkelbraune (nicht rote) Beere, mit saftigem, essbarem Fleisch. Die Früchte reifen nach 4-6 Monaten, bei später Blüte über den ganzen Winter. Sie sind sehr sauer und schmecken und riechen nach Weintrauben. Mit zunehmender Reife werden die Früchte von oben her weich und zerfließen schließlich, auch dann sind sie aber noch immer zitronensauer.
Samen eiförmig-kugelig, 1,4-1,5 mm lang, mit ovalem, fast am Grunde schräg gestutztem Hilum und schwarzer, glänzender, fein grubig punktierter Testa.
Verbreitung: Texas, El Paso, bis Mexico, Chihuahua, Coahuila, Durango, Nuevo Leon, San Luis Potosi, bis in Höhenlagen von 2000 m.
Kultur: Die anspruchslosen Pflanzen sind in nährstoffreichem Substrat bei einem pH-Wert von ca. 5,5-6.-5 zu halten. Kurze Frosttemperaturen werden in der Regel gut überstanden, sind aber zu vermeiden. weil es Unterschiede je nach Herkunft der Pflanzen gibt. In der Zeit vor der Blüte ausgiebige Bewässerung. Die Art leidet gerne an einer von den Areolen ausgehenden, rostfarbenen Epidermiserkrankung, welche ganze Pflanzenpartien verunstalten kann. Auch an den Standorten sind nur sehr wenig Pflanzen von einem makellosen Aussehen zu finden. Blüten und Fruchtreste sollten daher von den Pflanzen möglichst bald entfernt werden!
Anmerkung: 1 gültige Varietät dieser Art, Ferocactus hamatacanthus var. sinuatus