Ferocactus histrix
Beschreibung:
Körper einfach, kugelig bis gedrückt eiförmig, bis 1 Meter hoch und 50 cm Durchmesser mit filzigem Scheitel, Epidermis; mattgrün.
Rippen 20-38, gerade, scharfkantig, 2-3 cm hoch, mit kleinen Höckern zwischen den Areolen.
Areolen oval, die jungen gelb-filzig, später vergrauend und schließlich verkahlend, bis 2 cm lang. Dornen; gerade oder leicht gebogen, stark, gelb mit rötlich brauner Basis. Mitteldorn; 1 bis selten 4, geringelt, zuweilen leicht abgeflacht, aufrecht, bis 9 cm lang. Randdornen; 8-12, kürzer, gleichmäßig strahlend.
Blüten gelb mit rotem Mittelstreifen, etwa 3,5-4 cm lang und2,5-4,5cm im Durchmesser, glockig
Verbreitung: Mexico, Zacatecas, Durango, San Luis Potosi, Guanajuato, Hidalgo, Queretaro, in Höhen zwischen 1200 bis 2600 m
Kultur: Diese Art stellt an die Kultur keine besonderen Ansprüche. Sie lässt sich leicht aus Samen vermehren und ist als Jungpflanze eine häufige und beliebte Erscheinung. Das Substrat sollte leicht sauer, nährstoff- und humusreich sein. Im Wuchs ist diese Art langsamer als etwa Echinocactus grusonii, sie ist daher als Große oder gar blühende Pflanze bei uns kaum zu sehen. Zweijährige Sämlinge können ganz gut als Pfropfunterlagen für heikle und langsam wüchsige nordamerikanische Arten dienen. Diese Pfropfungen werden später völlig unsichtbar und sind auch sehr dauerhaft.
Anmerkungen: Bei früheren Importpflanzen tauchen immer wieder Exemplare mit 4 Mitteldornen und zahlreicheren, bis ca. 12, Randdornen auf. Bisher konnte nicht mit Sicherheit geklärt werden, wo diese Varietät verbreitet ist. Es ist aber ziemlich wahrscheinlich. dass sich dieses Areal im Staate San Luis Potosi befindet. Ob diese Pflanzen auch andere abweichende Merkmale in den Blüten. Früchten oder Samen haben, steht auch noch nicht fest.
Durch Ueberweidung haben die Bestände teilweise sehr stark gelitten. Das Weidevieh kann durch Schlagen mit den Hufen die Pflanzen zuerst entdornen und dann fressen. Die Pflanzen werden auch zum Erzeugen kandierter Schnitten verwendet, die Früchte als "tunas de visnaga'" Gehandelt. Die noch nicht geöffneten Blütenknospen (cabuches) können in Essig oder Salzlösungen konserviert und als Nahrungsmittel verwendet werden.