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 Ferocactus recurvus var. latispinus



Beschreibung:

Körper
einfach, gedrückt kugelig oder abgeflacht, 25 bis 40 cm hoch und bis zu 40 cm breit, hellgrün, blaugrün oder graugrün. Scheitel mit wenig Wollfilz von den zusammengeneigten Dornen überragt.

Rippen zuerst etwa 12, später meist 21 und mehr, vertikal, scharf, höckerig mit einem großen Höcker oberhalb jeder Areole, 1,5 bis 2,5 cm hoch.

Areolen groß, die dornentragende Region oval, ca. 15 mm lang und 12 mm breit, mit einer darüber liegenden, ovalen, abgestutzten, blütentragenden Sektion, diese auf ältere Areolen durch überlappende Höcker verdeckt, 2,5 bis 4 cm voneinander entfernt, mit kurzem grauen Wollfilz, später verkahlend.

Dornen rötlich bis gelblich. 4 Mitteldornen, die oberen 3 gerade gerichtet

Verbreitung: mittleres Mexico, Hidalgo, Queretaro, Guanajuato, Puebla,  Jalisco, San Luis Potosi, Aguascalientes, Zacatecas, Durango

Kultur:  Die Kultur der Teufelszungen ist nicht besonders schwierig, trotzdem sind doch schöne und kräftig bedornten Sämlingspflanzen in unseren Gewächshäusern eher selten zu sehen. Merkwürdigerweise zeigen Pflanzen in viel zu eng gewordenen Kulturgefäßen die schönste Bedor­nung. Das Substrat sollte eine sandig-lehmige Erde mit etwas Kalkanteil bei gutem Wasserabzug sein.

Im Winter dürfen die Pflanzen nicht für längere Zeit unter 10 Grad C gehalten werden, will man das Risiko der rostgelben Epidermisflecken vermeiden.

Da die Pflanzen ihre Knospen meist sehr spät im Jahr entwickeln, kommt es nur äußerst selten zu einer Blütenentfaltung, die dann etwa in die Weihnachtszeit fällt. In günstigen Lagen, z.B. im Tessin (Südschweiz) können aber auch schon im Oktober regelmäßig Blüten erwartet werden.

Anerkungen: Die Teufelszunge gehört sicherlich zu den schönsten und bekanntesten Kakteen überhaupt. Sie ist die zweitälteste beschriebene große Kugelform. Schon Haworth hat in seiner Erstbeschreibung von 1824 auf die nahe Stellung zum älteren Echinocactus recurvus hingewiesen. Unser heutiges Wissen zwingt uns, beide als Varietäten einer Art anzusehen.

Da der Name latispinus aber geläufiger und bekannter als recurvus ist hat dieser hier eine eigene Seite um die Suche nach F. latispinus zu vereinfachen.
Zudem wurde von David Hunt 2006 der Name latispinus als der Heute gültige Name und recurvus als "alter Name" erklärt !?

Die Pflanzen sind in der Heimat außerordentlich weit verbreitet und häufig. Das mag damit zusam­menhängen, dass in einer einzigen Frucht oft tausende kleine Samen enthalten sind, die sehr leicht - oft schon in der Frucht selbst - keimen. Leider kann die ganze Schönheit dieser schon zu vielen Tau­senden importierten Kakteen bei unseren Kulturverhältnissen nicht auf die Dauer erhalten werden. Die kräftigen, leuchtenden Dornen degenerieren oder überziehen sich in dem feuchteren Klima infol­ge der Nektarausscheidungen der Glandeln mit schwarzem Rußtau, und die Pflanzen sind dann kaum wieder zuerkennen.

Die Variation von Dornen- und Blütenfarbe ist sehr groß.

Die Früchte sind essbar und werden unter dem Namen "Pochas" verkauft, manchmal auch zum Fär­ben von Gefrorenem verwendet.

 


      

 Ferocactus recurvus var. latispinus  Unger


Synonyme:

- Cactus multangularis  Voigt 1821

- Cactus latispinus  Haworth 1824

- Echinocactus cornigerus De Candolle 1828

- Echinocactus curvicornis Miquel 1838

- Echinocactus stellatus  Scheidweiler 1840

- Echinocactus latispinus  Förster 1846

- Ferocactus latispinus  Britton & Rose 1922

- Bisnaga cornigera  Orcutt 1926



 Ferocactus recurvus var. latispinus fa. flavispinus

                                                                                                                                
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