Ferocactus macrodiscus
Beschreibung: Körper einfach, scheibenförmig. 3 bis 4 dm breit und 1 dm hoch, gewöhnlich sehr flach und tief in den Boden versenkt.
Rippen 13-35. scharf. gewöhnlich höckerig, unter den Areolen verflacht und verdickt. Areolen oval. oben, wo sie gegen die darüber liegenden Höcker gepresst werden, gestutzt, etwa 8 mm lang und 6 mm breit, in der Jugend hell, gelbbraunen Filz tragend, weit voneinander getrennt, auf den Rippen in seichten Vertiefungen.
Dornen rot, gelb oder hornfarbig, gegen den Pflanzenkörper zurückgekrümmt, geringelt; Mitteldornen 4, etwas abgeflacht, kreuzständig, mit den beiden seitlichen nach oben gerichtet, der untere manchmal länger und stärker, doch auf einigen Pflanzen alle 4 Mitteldornen etwa gleich: Randdornen 6-8, zurückgekrümmt, häufig heller gefärbt als die mittleren, die obersten manchmal nadelig.
Blüten glockenförmig, zuerst lila oder dunkelrot, 3-4 cm lang und ebenso breit. Samen dunkelbraun oder schwarz, 2 mm lang, 1,5 mm breit und 0.8 mm dick, bedeckt mit kleinen, etwas eckigen Gruben; Hilum klein, lateral-terminal.
Verbreitung: im Hochland von Oaxaca und Puebla auf Kalksteinböden.
- die var. septentrionalis in Guanajuato, San Luis Potosi, Queretaro und Hidalgo
Kultur: Die Pflanzen sind leicht zu halten, sehr genügsam und kommen auch mit sehr langen Trockenperioden im Sommer gut zurecht. Am natürlichen Standort wird die Art in der Vegetationszeit vom Gras ziemlich beschattet. Für die Kultur wäre zu empfehlen: Möglichst viel frische Luft, kühle Nachttemperaturen im Sommer. Überwinterung kühl bei völliger Trockenheit und möglichst viel Licht im Winter.
Die Pflanzen können ab etwa 7 cm Durchmesser bereits Blüten bringen, die je nach Witterung bis zu 9 Tage anhalten. Die Blütezeit fällt in unserem Klima auf Ende März bis Anfang Mai. Am Standort erscheinen die Blüten schon im Februar. Es gelingt leicht mit Pollen anderer Arten Früchte und Samen zu erzielen. Die Früchte reifen schon nach 2 bis 3 Monaten. Mit Pollen von Echinofossulocactus coptonogonus wurde die Hybride xFerofossulocactus `Leibnitz' (Unger 1985) gezüchtet.
Anmerkungen: Ferocactus macrodiscus ist eine außerordentlich interessante Pflanze mit ganz flachem scheibenförmigen Körper und Senkwurzeln, die den Körper in der Trockenzeit förmlich in den Boden ziehen können. Eine Verwechslung mit Echinocactus texensis oder Echinofossulocacctus coptonogonus ist bei oberflächlicher Betrachtung leicht möglich.