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 Ferocactus peninsulae


Beschreibung:

Körper einfach, zuerst kugelig, dann eiförmig, keulig werdend, bis 2,5 m hoch und bis 40 cm breit. Rippen 12-20, markant, die Furchen scharf und ziemlich tief, gerade, schwach gebuchtet, an den Areolen angeschwollen. Areolen 20 mm lang und 8 mm breit, 3-4 cm voneinander entfernt, in der Jugend mit grauem Filz und zwischen der blüten- und domentragenden Region eingeschnürt.

Dornen graurot mit gelben Spitzen; Mitteldornen 4, kreuzförmig angeordnet, geringelt, alle gera­degerichtet und nicht besonders abgeflacht, mit Ausnahme des unteren, der abgeflacht ist, gehakt am Ende, 4-15 cm lang und 6 mm breit, manchmal sind noch 2 stärkere, obere Randdornen mehr zur Mitte gerückt, so dass man 6 Mitteldornen zählen könnte; Randdornen variabel, gewöhnlich etwa 11, meist geringelt, pfriemenförmig und geradegerichtet, aber manchmal borstenartig gedreht, dünn und weiß, bis ca. 2,5 cm lang, die 3 unteren Randdornen sind gut entwickelt und in ihrem Charakter den mittleren sehr ähnlich, doch sie nehmen eine Stellung am Rande ein, zuerst rot, dann grau, etwas kantig, gekrümmt, geringelt, bis 3 cm lang; etwa 6 kleine, bleibende Nektardrüsendornen werden oberhalb des Dornenbündels in blühbaren Areolen gebildet.

Blüten trichterförmig, aus der Nähe des Scheitels, 4-6 cm lang, mit grünen, glatten, hell gerande­ten, dachziegeligen, gespitzten, gefransten Schuppen am Ovarium und der Röhre, von außen her erscheint die Blüte orange oder gelb, von innen rot.

Frucht kugelig, gelb, bis 3 cm lang, 2-2,5 cm breit, mit gelben, fleischigen Schuppen; trockener Perianth etwa 4 cm lang. Samen rötlich braun oder schwarz, etwa 2 mm lang und 1,5 mm breit, mit ovalem oder länglichem Netzmuster skulpturiert.

Verbreitung:  mittlere und östliche Baja California, von der Baja de los Angeles und der Sierra San Borja südl. bis Bahia Concepcion und die Kapregion, wo sie in die var. townsendianus übergeht.

Kultur:  Die Pflanzen sind im allgemeinen problemlos. Freier Stand bekommt ihnen am besten. Das Sub­strat sollte leicht sauer und nährstoffreich sein. Wie bei allen Kakteen, die Nektardrüsen besitzen, können sich die Dornen mit schwarzen Rußtaupilzen überziehen und werden dadurch sehr unansehn­lich. Häufiges Überbrausen im Sommer hilft etwas, wenn die Pflanzen wieder bald abtrocknen kön­nen. Andererseits begünstigt dauernde hohe Luftfeuchtigkeit diese ansonsten unschädlichen, schim­melartigen Pilze.

Anmerkungen:  Wie bereits Dr.Lindsay feststellte, ist diese Art dem Ferocactus wislizeni sehr nahe verwandt. Ins­besondere die auf dem Festlande in Sonora vorkommende var. herrerae hat mit unserer Pflanze sehr viel gemeinsam, z.B. den keuligen Wuchs, die niedere Rippenzahl und manches andere. Der kalifor­nische Golf bildet eine natürliche Barriere zwischen diesen Populationen und isoliert die beiden Taxa. Würde man diese Isolation aufheben können, so käme es bestimmt zu einer Vermischung.

Ferocactus santa maria wurde lange als Varietät  von F. peninsulae geführt, ist aber Samen-morphologisch sowie durch längere Bedornung von der Art unterschieden.






                                                                                                                                    
 

Ferocactus peninsulae   Britton & Rose 1922


Synonyme:

- Ferocactus horridus  Britton & Rose 1922

- Ferocactus peninsulae var. santa maria  Taylor 1984


Varietäten:

- Ferocactus peninsulae var. townsendianus  Taylor 1984

- Ferocactus peninsulae var. viscainensis  Gates 1935

Ferocactus peninsulae  F.A.C.Weber, Britton & Rose 1922
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