Ferocactus viridescens
Beschreibung:
Körper einfach, in der Heimat auch sprossend, gedrückt kugelig bis kurz zylindrisch, tief glänzend grün, im Alter auch hell- bis gelblichgrün, gewöhnlich 10-20 cm hoch und breit, aber auf einigen Standorten 30 bis 45 cm hoch und 35 cm breit. Scheitel etwas eingesenkt, von weißgrauem Wollfilz geschlossen und rotbraunen bis gelblichen, zusammenneigenden Dornen überragt.
Rippen 13-21, ziemlich gerade verlaufend, etwa 8-12 mm hoch, scharfkantig oder etwas abgestumpft, über den Areolen oft kurz eingeschnitten, durch scharfe Trennlinien bzw. infolge einer fleischigen Erhebung. unterhalb jeder Areole etwas gehöckert. Areolen im domentragenden Teil oval, 8-12 mm lang und 5-8 mm breit, mit einer engen nach oben sich ausdehnenden blütentragenden Region, diese an der Spitze, wo sie gegen den benachbarten Höcker presst, erweitert und abgestutzt, etwa 2-2,5 cm voneinander entfernt, mit grauweißem Wollfilz, welcher in der ersten Entwicklung gelblichbraun sein kann.
Dornen graurot oder gelblich, später hornfarbig oder grau; 4 Mitteldornen kreuzförmig gestellt, ausgebreitet, der unterste am stärksten, leicht abwärts zum Körper gekrümmt, 3-5 cm lang und 2-5 mm breit, stark pfriemlich, gekantet und abgeflacht, geringelt, die Ringelung der Dornen ist manchmal nur schwer sichtbar, oft an der Spitze etwas hakig umgebogen, der obere Mitteldorn nach oben gekrümmt, drehrund oder flach, nicht so stark wie der untere; die seitlichen Mitteldornen drehrund; Randdornen 6-15, pfriemenförmig, vom Rand der Areole ausstrahlend, gerade oder etwas zum Körper gebogen, stechend, etwas geringelt, etwa 1-2 cm lang, gelblich hornfarben, die seitlich unteren meist am längsten, bei einigen Exemplaren die oberen dünn und borstenartig; zwischen den blütentragenden und dornentragenden Partien der Areole werden Drüsendornen produziert, diese rötlich, abgerundet, 2 mm lang und bleibend; auf älteren Areolen. nachdem der Filz abgefallen ist, besser sichtbar.
Blüten nahe am Scheitel, im April oder Mai, 2.5-5 cm lang und 3-6 cm breit, breitglockig, grünlichgelb von oben und rötlich von der Seite. Ovarium kurz, grün, mit kleinen Schuppen.
Frucht eiförmig bis kugelig, 2-3,5 cm lang und 1,5-2,5 cm breit, zuerst grün oder grünlichgelb mit rötlichem Hauch, sobald reif, lichtgelb werdend, Fruchtwand zuerst derbfleischig (3 mm stark), aber ohne saftige Pulpa, essbar, aber ziemlich zäh, sauer und schleimig, mit ca. 30 lockeren halbmondförmigen, zuerst fleischigen, dann häutig transparenten Schuppen; diese sind ca. 3 mm breit und 1,5 mm lang, in der Form auch manchmal dreieckig mit einer ca. 90-gradigen Spitze und in Spiralzeilen von meist 3/5 angeordnet. Das Basalloch der Frucht misst ca. 3-4,5 mm im Durchmesser, der festhaftende Perianthrest 2-2,5 cm.
Samen schwarz, ziemlich kantig, ca. 1,5-1,7 mm lang, ca. 1 mm breit und 0,7 mm dick, am Rücken gekielt; Testa mit winzigen runden oder ovalen Vertiefungen; Hilum winzig, weiß, kreisrund.
Verbreitung: Südwestliches San Diego County, California. USA., und nordwestliches Niederkalifornien, Mexico, in Küstennähe, auf Felsen und im Dornbusch, in Höhenlagen von 0 bis 150 m Kultur: Diese Art ist in der Kultur anspruchslos, pflegeleicht und sehr beliebt, weil schon relativ kleine Pflanzen von etwa Faustgröße mehrere Blüten bringen können. Die grünlichen Blüten heben sich aber kaum vom Pflanzenkörper ab, so dass schon so manche Pflanze geblüht haben mag, ohne dass dies unter einer Vielzahl von anderen blühenden Kakteen jemand aufgefallen wäre. Die Pflanzen blühen bei uns von Mitte Mai bis Mitte Juli, sie wachsen aber recht langsam. Bei warmem Winterstand neigt diese Art leider zu einem unschönen Durchtreiben, daher sollte im zeitigen Frühjahr an einen ersten Schutz gegen Verbrennungen gedacht werden. Im Sommer ist die beste Aufstellung luftig und möglichst ohne Glas, damit sich die schönen und kräftigen Domen auch gut entwickeln können.
Die Pflanzen erhalten an ihrem heimatlichen Standort im zeitigen Frühjahr (Februar bis März) die meisten Niederschläge!