Ferocactus alamosanus
Beschreibung:
Körper einfach kugelig, bis 30 cm Durchmesser, im Alter zylindrisch bis 1 Meter hoch, mit Pfahlwurzel.
Rippen etwa 20, eng, scharfkantig, vertikal. Areolen; oval, filzig etwa 15 mm lang.
Dornen alle gerade, gelb, an der Basis manchmal rot. Mitteldorn; 1, abstehend, seitlich abgeflacht, kantig, 4-6 cm lang. Randdornen; gewöhnlich 10, fast gleich lang wie der Mitteldorn, ausgebreitet, die Dornen gewöhnlich ineinander greifend, eine dichte Hülle über den Körper bildend. Die Nektardrüsen sin unauffällig, kurz, im Filz des oberen Areolenrandes verborgen.
Blüten trichterförmig, kanariengelb, seiden glänzend, Durchmesser 3,5-7 cm.
Verbreitung: Mexico, Sonora, Chihuahua, Sinaloa
Kultur: Wie bei Ferocactus pottsii. Vielleicht etwas empfindlicher in Bezug auf Wassergaben, da diese Pflanzen ja nur auf reinen Felsstandorten gefunden werden! Diese Pflanzen sind geringfügig langsamer im Wachstum, als F. pottsii, jedenfalls in den ersten 15 Jahren.
Anmerkung:
Ferocactus alamosanus (Britton & Rose) Britton & Rose ist mit Sicherheit eine gute eigene Art und von Ferocactus pottsii (Salm-Dyck) Backeberg vollkommen getrennt. An den Standorten kommen allerdings beide sehr oft gemeinsam vor. Bisher wurde jedoch noch nie eine Hybridpflanze in der Natur festgestellt. Allerdings sind die Standorte kaum mehr als oberflächlich erforscht. Früchte und Samen von Ferocactus alamosanus konnten erst ziemlich spät (1998) beschrieben werden (Kakt. and. Sukk. 49(4): 73-77), deshalb werden diese beiden Arten noch immer sehr häufig zusammengeworfen oder verwechselt.
So sind sie in der früheren Fachliteratur noch fälschlich unter einer Art (F. pottsii) behandelt worden, weil zu dieser Zeit die Samen von F. alamosanus, die später eine ganz andere Gruppenzugehörigkeit erwiesen haben, noch gänzlich unbekannt waren und deshalb noch mangels besseren Wissens der leider falschen Zuordnung von Dr. Lindsay gefolgt werden musste.