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Ferocactus hamatacanthus var. sinuatus
Beschreibung:
Körper kugelig, später konisch oder verlängert eiförmig mit einem zugespitzen Scheitel, bis über 30 cm hoch und ca. 20 cm Durchmesser. Im nördlichen Teil des Verbreitungsgebietes meist einzeln oder mit nur ein bis zwei Verzweigungen, im südlichen Verbreitungsgebiet gibt es jedoch Formen mit unzähligen Sprossen. Die Epidermis ist meist sehr dunkel grün oder sogar bläulich grün. Rippen meist 13 und ziemlich tief eingeschnitten ca. 2,5-3 cm, wellig, in undeutliche Höcker gegliedert, dazwischen aber scharf. Areolen rundlich oder leicht oval, 6-9 mm lang, etwas bewollt, zumindest am Anfang und ca. 2,5 cm voneinander entfernt. Im oberen Teil, wo die Blüten entstehen, bleibt eine kurze Furche von ca. 3 mm Länge zurück, hier zeigen sich auch einige verlängerte Glandeln.
Dornen, 8-12 Randdornen, ausgebreitet, der unterste 1-2,9 cm lang, drehrund oder nur leicht abgeflacht, manchmal leicht gehakt, rot oder purpurn mit einer durchscheinenden, gelben Spitze; die beiden von diesem seitlich angeordneten sind in der Farbe fast gleich, aber 1,6-4,4 cm lang, leicht abgeflacht und manchmal auch leicht gehakt; die zwei seitlichen Randdornen sind flach, gerade, 2,5-5,7 cm lang, gelblich, häufig geringelt, im Alter grau und rauh-, die oberen 1-3 Radialdornen sind stielrund, 3,25,4 cm lang, gerade, die dünnsten der Randdornen, rötlich, mit gelben Zonen oder ganz gelb, im Alter grau. Die 4 Zentraldornen sind alle flach und kurzhaarig. Die oberen drei aufwärts gerichtet, 3,2-6,4 cm lang, gerade, gelblich, mit roten Zonen, im Alter grau. Der unterste der Zentraldornen ist 5-9 cm lang, abstehend, gehakt, sehr flach und bis 3 mm breit, rötlich, im Alter pupur-grau.
Blüten erscheinen in Kultur immer erst ab August, ab einem Pflanzenalter von ca. 6-7 Jahren, sind 6-7,5 cm lang und haben einen Durchmesser von 7-9 cm. Die Blütenblätter sind bis 5,5 cm lang, bis 1,5 cm breit, außen rötlich oder mit rötlichem Mittelstreif, die inneren rein gelb mit seidigem Glanz, spatelförmig, zugespitzt, ganzrandig oder grob gesägt. Früchte reifen nach 4-6 Monaten, bei später Blüte über den ganzen Winter, sie sind spindelförmig, 2-2,5 cm lang und 1-1,5 cm breit, zuerst grün dann olivfarben, saftig, geruchlos, sehr sauer, der festhaftende Perianthrest ist bis ca. 3,5 cm lang. Mit zunehmender Reife werden die Früchte von oben her weich und sirupartig zerfließend, sie haften dann klebrig an den Pflanzen, werden dunkelbraun bis fast schwarz und riechen nach getrockneten Pflaumen. An den Früchten befinden sich 6-12 locker angeordnete Schuppen, diese sind ca. 1 mm lang und 3 mm breit und sind in Spiralzeilen von 3/5 angeordnet. Samen ca. 1 mm lang, schwarz glänzend, rundlich, Hilum eingesenkt und einen kleinen Schnabel bildend. fein grubig, aber verhältnismäßig weit punktiert. Verbreitung: Texas, am unteren Rio Grande, dann in einem schmalen Streifen nördlich entlang des Flusses bis Eagle Pass, von dort nordöstlich bis unterhalb von Bracketville, bis in die Gegend von Montell und Camp Wood und dann westlich entlang des Rio Grande bis zur Mündung des Devil's River. Im nordöstlichen Mexico an der Ostseite der Sierra Madre Oriental, in Tamaulipas und Nuevo Leon. Im Buschland von meistens niederer Seehöhe bis etwa 500 m. Kultur: Wie bei der Art. Die Varietät sinuatus scheint jedoch nährstoffreichere Böden zu bevorzugen und mehr Feuchtigkeit zu vertragen. Bemerkungen: N.P.Taylor macht die Bemerkung, dass die beiden hier anerkannten Varietäten Zwischenformen bilden würden. Es sind aber bisher keine solchen Standort bekannt, an welchem solche Übergänge studiert werden könnten. Es gibt auch eine vollkommen gelb bedornte Form, die keinen eigenen Namen erhalten hat.
Pflanzen-Fotos siehe: > Ferocactus hamatacanthus |  |  |  |
Ferocactus hamatacanthus var. sinuatus Benson 1969
Synonyme: - Echinocactus sinuatus Dietrich 1851 - Echinocactus setispinus sinuatus Poselger 1853 - Echinocactus setispinus robustus Poselger 1853 - Echinocactus longihamatus var. sinuata Weber 1898 - Echinocactus deflexispinus Gruson 1898 - Echinocactus longihamatus deflexispinus Hirscht 1902 - Echinocactus longihamatus sinuatus Schelle 1907 - Hamatocactus sinuatus Orcutt 1926 - Hamatocactus hamatacanthus var. sinuata Weber 1937
|  | Ferocactus hamatacanthus var. sinuatus © Geri Meier |
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