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Ferocactus acanthodes var. tortulispinus
Beschreibung: Nach Dr.Lindsay weicht diese Varietät nur durch ihren dickeren und kürzeren Körper (nicht über 60 cm hoch) und ihre langen graurötlichen Dornen mit gelben Spitzen ab, wobei der untere Zentraldorn häufig gewunden und verdreht ist. Diese Merkmale sind jedoch nach Taylor nicht überall konstant. Er berichtet auch Pflanzen mit 2 m Höhe. Nach Beobachtungen von Herrn Unger sind außerdem die Staubgefäße in den sonst gelben Blüten stets braunrötlich, so dass das Innere der Blüte leicht orange wirkt. Auffallend sind weiter die stets vorhandenen dünnen weißlichen Randborsten. Durch diese Merkmale ähneln diese Pflanzen stark Ferocactus x lecontei. Gegenüber einem typischen Ferocactus acanthodes sind doch recht gute Trennungsmerkmale vorhanden, so dass diese Varietät vorläufig aufrechterhalten werden sollte.
Verbreitung: Disjunktes und südlichstes Vorkommen der Art in einem isolierten und trockenen Areal am nordöstlichen Rand der Viscaino-Wüste. Auf felsigen Standorten zwischen EI Crucero und Cerro Juan, um die Laguna Seca Chapala und östlich bis Misión Calamajue und Las Arrastras de Arriola. Auf vulkanischen Blöcken. verwittertem Granit und grünlichem Schiefer.
Kultur: Diese Pflanzen sind hinsichtlich ihrer Kulturansprüche am ehesten mit Ferocactus gracilis zu vergleichen. Sie besiedeln ein sehr trockenes und kalkfreies Gebiet auf verwitterten, rein mineralischen Böden.
Anmerkungen: (Dipl. Ing. G. Unger) Diese Pflanzen sind praktisch kaum von Ferocactus x lecontei zu trennen. Nach N.P.Taylor soll introgression mit anderen Ferokakteen, die zu gleicher Zeit (April, Mai) blühen, vorkommen. Wm.Taylor Marshall berichtet über ganz ähnliche Pflanzen, die südlich von Needles, Ca., und in Arizona im Bergland hinter dem Verwaltungsgebäude des Organ Pipe National Monument, Pima Co., vorkommen. Die Blüten und Früchte waren nach Untersuchungen von Dr.Lindsay an Pflanzen, die 6,5 km westlich des Trockensees und 13 km nördlich der Laguna Chapala von Moran und Lindsay gesammelt wurden und unter der Nr. 2064 bzw. 2010 in den Herbarien DS. und SD. aufbewahrt werden, von Ferocactus acanthodes nicht zu unterscheiden. Die einzigen mehr oder weniger konstanten Merkmale scheinen nach seinen Ausführungen die stumpf graurötliche Dornenfarbe und die Drehung der Dornen zu sein. Solche Unterschiede sind praktisch bei einer derart variablen Art nicht greifbar. Taylor meint, nur aus geografischen Gründen würde die Varietät bisher immer noch aufrechterhalten werden. Ihre Verbreitung erstreckt sich zwischen El Crucero und Cerro Juan, östlich bis Calamajue und Las Arrastras de Arriola. Es handelt sich um eine Population des sehr trockenen Landesinneren. In diesem Gebiet mit extrem ariden Standorten müssen sich aus Hybrid- und Introgressionsgruppen durch die strengen Selektionsbedingungen der Umwelt mehr oder weniger einheitliche Populationen entwickeln. Aussaatversuche aber zeigen, dass es sich hier trotz äußerer Homogenität um ein äußerst durchmischtes, uneinheitliches Material handelt, das in der Kultur aufspaltet und dann oft Exemplare entstehen lässt die nach ihrem Habitus jeweils nur eine mehr oder weniger klare Zuordnung zu einer der beteiligten Ausgangsarten ermöglichen. Die Bestimmung solcher Sämlingspflanzen kann deshalb oft nur anhand von Herkunftsangaben einigermaßen sicher erfolgen, nicht aber nach dem Aussehen der Pflanzen. Ich halte gewisse Populationen des Ferocactus gracilis, var. coloratus, var. viscainensis und Ferocactus x gatesii für ähnliche Hybrid- und Introgressionsgruppen.
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Ferocactus acanthodes var. tortulispinus Lindsay 1955 Synonyme: - Ferocactus tortulospinus Gates 1933 - Ferocactus cylindraceus var. tortulospinus Bravo 1980 |  | Ferocactus acanthodes var. tortulispinus © Manfred Figge |
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